Dumme Sprüche und blöde und auch sinnlose!


Dumme Sprüche gibt es überall. Sie sind allgegenwärtig. Egal, ob sie gesagt werden, oder auf einer lustigen Postkarte stehen. Einige lustige Sprüche haben mittlerweile einen gewissen Kultstatus erreicht. Sie drücken Lustiges, Unmögliches oder Verwirrendes in einem knappen Satz aus, der manchmal mehr sagt, als eine langatmige Erklärung. So können auch sinnlose Sprüche ganz viel Wahres in sich vereinen und passen perfekt auf diese oder jene Situation. Wir haben daher eine Sammlung der lustigsten, dümmsten und sinnlosesten Sprüche für Sie zusammengestellt.

Maispruch
Im Wonnemonat Mai, da brat' ich mir ein Ei!

Für den Sommer
Der Sommer naht, kauft Draht!

Wolf Dietrich
Deine Mutter gibt dir Butter, das ist Aufstrich lecker Futter

Volksmund
Zickezacke, Hühnerkacke, hoi, hoi, hoi!

Klamauk
Nachts ist es kälter als draußen.

Klamauk
...weil Joghurt keine Gräten hat.

Blödelei
Und alles in Übereinstimmung mit der Prophezeiung.

Dumme Sprüche und blöde und auch sinnlose! ... "Dumme Sprüche sind zwar oft auf den ersten Blick sinnlos, haben aber einen sehr wahren Kern. Oftmals werden bekannte Sprichwörter oder Redewendungen umgedichtet, erweitert oder umgedreht. Ein Beispiel dafür ist „Schade, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist“. Hierbei wird der eigentliche Gebrauch der Wörter umgedreht, sodass ein unsinniger Satz entsteht, zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Überlegung spiegelt der Spruch eine gewisse Problematik wider: Dass einem das Geld ausgeht, bevor der Monat zu Ende ist. Ein bekanntes Problem, vor Allem bei Jugendlichen oder Studenten. Daher sind solche Sprüche besonders bei jüngerem Publikum beliebt. Dazu zählen auch Redewendungen, die ursprünglich eine gewisse Moral oder eine ideale Handlungsweise widerspiegeln. Besonders beliebt sind Abwandlungen von „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Egal ob „...kann mich mal“ oder „... war nicht da. Das Aufstehen war völlig unnötig.“ folgen, dumme Sprüche sind lustig und kommen gut bei jüngerem Publikum an."

Flower Power
Jeder Hippi muß mal Pippi!

Unmutsbekundung
Ich glaub', mein Schwein pfeift!

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Volksmund
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, wird das Wetter besser oder es bleibt, wie es ist.

Mutterspruch
Deine Mutter hat angerufen: Sie sagt, du kanns nix!

Geldsorgen
Schade, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist!

Early Bird
Der frühe Vogel kann mich mal.

Guten Hunger
Wer ander'n eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

Dumme Sprüche und blöde und auch sinnlose! ... "Dumme Sprüche sind für quasi jede Lebenslage geeignet. Egal ob man damit seinen Frust oder seine Freude ausdrücken will, dumme Sprüche schaffen es auch genervte Stimmungslagen auf eine lustige Art und Weise auszudrücken. Daher bringen uns alle dummen, blöde oder sinnlose Sprüche zum schmunzeln. Natürlich ist man nicht auf das bestehende Repertoire angewiesen, man kann auch selber solche Sprüche erfinden oder vorhandene abwandeln. Hauptsache ist, dass sie die Situation erfassen oder zu ihr passen und humorvoll sind. Viele dumme Sprüche reimen sich außerdem. Aber das ist keine Grundvoraussetzung. Man kann gut als Vorlage Bauernregeln oder Redewendungen nehmen. Diese können fast bis zu Unkenntlichkeit verändert werden und erfüllen dennoch ihren Zweck: „Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.“ Für alle, die nicht gerne dichten, haben wir eine Sammlung der lustigsten und ungewöhnlichsten Sprüche zusammengestellt. Dumme Sprüche bringen einen immer zum Lachen, also einfach in der Sammlung stöbern und den richtigen finden."
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Klamauk
"So!" sprach der Floh und setzte sich auf's Klo!

Naturschutz
Rettet die Bäume! Esst mehr Biber!

Mutation
Am Wochenende bin ich ein Mofa. Halb Mensch, halb Sofa.

Ja, nein, vielleicht?
Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher...

Strandleben
Was liegt am Strand und kann man kaum verstehen? Eine Nuschel!

Weihnachten
Willst du mit dem Christkind rocken, darfst du nicht im Lametta hocken.

Problem
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

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Der Mensch zeichnet sich gegenüber der Tierwelt hauptsächlich durch seine Fähigkeit des abstrakten Denkens aus. Dieses „um die Ecke denken“ ist ein Wesenszug, der den Homo sapiens aus evolutionärer Sicht an die Spitze der Fauna katapultierte. Doch scheint es so zu sein, das die abstrakte Denkweise nicht nur dafür genutzt wird, mehr oder weniger sinnvolle Dinge zu tun oder zu denken, sondern ebenso gerne wird das Gehirn für völligen Blödsinn „missbraucht“. Es kann natürlich auch sein, das dieses Blödsinn-Denken und die dabei entstehenden dummen Sprüche einen Ausgleich oder einen Widerstand zu übertrieben konformistischen Anschauungen darstellen. Träume, die meist ein Zerrbild der gelebten Realität sind, können weitere Ursprünge für dumme Sprüche sein, da in Ihnen Mögliches und Unmögliches verschmelzen. Wie auch immer, ein beträchtlicher Teil der Menschheit hat großen Spaß an dummen Sprüchen, die natürlich nicht wirklich sinnlos sind, denn Humor in jeder Form ist gut für die Gesundheit.

Seit wann gibt es dumme und blöde Sprüche?


Öffentliche Toiletten waren und sind ein hervorragender Quell für dumme Sprüche.
Im alten Rom wie im antiken Griechenland waren öffentliche Toiletten so angelegt, das jeder neben jedem saß, ohne Abtrennung. Dieser Umstand und das Fehlen geeigneter Stifte verhinderten wohl, dass sich Römer und Griechen schon vor Jahrtausenden mit dummen Sprüchen verewigten, obwohl etwa im untergegangenen Pompeji tatsächlich sogenannte Latrinalia gefunden wurden. Sprüche, die vermutlich aus reiner Langeweile in die Mauern der damaligen Toiletten geritzt wurden. Klograffiti sind keineswegs nur irgendwelche Kritzeleien, sondern Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, denn ihre Inhalte lassen Rückschlüsse auf regionale Besonderheiten zu.

Das Ende des römischen Imperiums und die darauf folgenden Kriege und Auseinandersetzungen in Europa und Vorderasien, so etwa ab dem 4. Jahrhundert, ließ öffentliche oder private Toiletten neben anderen kulturellen Errungenschaften der Antike in Vergessenheit geraten. So wurden das Nachtgeschirr und der Donnerbalken zum Ersatz für die Bedürfnisanstalten. Keine Möglichkeit für schöpferische Menschen, sich mit dummen Sprüchen zu verewigen. Dieser Umstand sollte für einen sehr langen Zeitraum anhalten und erst mit der Einrichtung funktionierender Abwassersysteme ab dem 18. Jahrhundert wurden zumindest in Europa auch wieder öffentliche Toiletten eingeführt.
Zu diesem Zeitpunkt war aber auch der Buchdruck bereits erfunden und dumme Sprüche konnten so ebenso in literarischer Form verbreitet werden.

Woher stammen sie?


Den Urvater der dummen Sprüche für die europäische Neuzeit ist im Mutterland des schwarzen Humors zu suchen, in England. Edward Lear, geboren 1812 in Highgate, veröffentlichte im Jahr 1846 sein bekanntes Werk „A Book of Nonsense“. Genauso wie Lear zeigte auch sein Zeitgenosse Lewis Caroll, Autor von Alice im Wunderland, einen Hang zum Schreiben von Nonsens oder dummen Sprüchen.
In Bezug auf die britischen Inseln darf der Limerick nicht vergessen werden, ebenso eine Versform, die inhaltlich mehr oder weniger dumme Sprüche aufzeigt.

Im strengen preußischen und dann wilhelminischen Deutschland hatten dumme Sprüche einen schweren Stand, da die Obrigkeit hinter vielen Dingen den Tatbestand der Majestätsbeleidigung oder des Landesverrats sah und dies erst recht bei irgendwie sinnlosen Sätzen. Darum wurden im volkstümlichen Sinne dumme Sprüche auch erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Deutschland populär.
Ein dummer Spruch oder besser ein ganzes Gedicht an Dummheiten und Paradoxen entstand vermutlich schon im 19. Jahrhundert und begleitet seitdem in verschiedenen Varianten die deutsche Sprache. Der Verfasser ist unbekannt, hier die ersten zwei Verse einer Version aus dem Jahr 1902:

Dunkel war’s, der Mond schien helle,
Eis lag auf der grünen Flur,
Als ein Wagen mit Blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Darin sass ein blonder Jüngling.
Dessen rabenschwarzes Haar,
Von der Fülle seiner Jahre
Schon ganz weiss geworden war.


Wann wurden solche dummen Sprüche populär?



Der Erste und wohl einer der herausragenden Erfinder dummer Sprüche in Deutschland war der 1882 in München geborene Karl Valentin, dessen teilweise absolut sinnfreien Sprüche noch heute begeistern können. Er war gleichzeitig das Vorbild oder zumindest eine Inspirationsquelle für viele Künstler, die mit der deutschen Sprache jonglieren.

Wer sind die Verfechter solcher Sprüche?


Karl Valentin machte dumme Sprüche hoffähig und zeigte nicht nur seinen berühmten Nachfolgern wie Bert Brecht, Samuel Beckett, Gerhard Polt, Loriot, Helge Schneider, Christoph Schlingensief, Otto Waalkes, Piet Klocke und Heinz Erhardt ihren Weg, sondern inspirierte auch unbekannte „Künstler“ zu dummen Sprüchen. Nicht zu vergessen in dieser Riege moderner Künstler ist die englische Komikertruppe Monty Python, obwohl deren Vorbilder in England selbst zu suchen sind. Sie alle vertreten teilweise die Kunstrichtung des Alogismus wie auch des Oxymorons und des Paradoxons.

Wann oder wozu nutzt man solche Sprüche?


Wann können dumme Sprüche nicht verwendet werden? Nun, an Beerdigungen scheinen sie eher unangebracht, obwohl dafür bekannten Verwandten selbst in solch einer Situation dies nachgesehen wird, vor allem dann, wenn der Spruch irgendeinen hintergründigen Bezug zum Toten oder allgemein zu Beerdigungen besitzt. Der- oder diejenige, die dumme Sprüche loslässt, muss natürlich damit rechnen, nicht immer auf Gegenliebe zu stoßen, denn oft genug wird der dumme Spruch als solcher erst einmal nicht verstanden und die Person, die länger darüber rätselt und erst aufgeklärt werden muss, dass hinter dem Spruch keinerlei Sinn steckt, wird angesichts der Blamage nicht begeistert sein.

Wofür eignen sie sich ganz besonders?


Der ideale Nährboden für dumme Sprüche sind langweilige Partys, die Theke oder der Stammtisch genauso wie das Abhängen oder chillen mit Freunden.

Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Jubiläen können durchaus auch langweilig sein und ein völlig sinnloser Spruch kann das ganze Geschehen auflockern, natürlich nicht während der Trauungszeremonie in der Kirche oder der Rede des Jubilaren, obwohl ein dummer Spruch zu Unzeiten oftmals länger in Erinnerung bleibt als die gesamte Festivität.

Nicht selten werden dumme Sprüche auch dann angewendet, wenn eine andere Person sich als Neunmalklug beziehungsweise Altklug zeigt oder zur Fachsimpelei neigt. Während der jeweilige Redner von den Inhalten seiner Ansprache oder Erklärung völlig überzeugt ist und in seinen Ausführungen gerne fortführen möchte, sorgt ein dummer Spruch als Zwischenruf für Verwirrung, denn der Redner versucht natürlich zuerst, den Spruch inhaltlich seinen eigenen Inhalten irgendwie anzugleichen, wird aber schnell merken, dass dies nicht geht und auch nicht beabsichtigt war und so aus dem Konzept kommen. Eine gute Möglichkeit, Vielrednern sinnbildlich den Saft abzudrehen, ohne in eine Diskussion verfallen zu müssen. In der Regel nehmen die weiteren umstehenden Personen diese Ablenkung dankend an.

Was drücken sie meist aus?


Dumme oder sinnlose Sprüche dürfen natürlich nichts ausdrücken. Das Wichtigste an einem dummen Spruch ist dessen völlige Inhaltslosigkeit bezüglich Gefühle oder sachlicher Werte. Dabei bleiben Bezugspunkte bestehen, die die Fantasie des Hörers oder Lesers anregen. Wie bei jedem Satz, Gedicht oder Aufsatz, ob nun gesprochen oder geschrieben, läuft bei der lesenden oder zuhörenden Person ein geistiger Film ab und sei der dumme Spruch noch so obskur. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Satz:

„Nachts ist es kälter als draußen“

Obwohl die drei Sachworte Nachts, kälter und draußen in dieser Zusammenstellung keinerlei Sinn ergeben, zeigt sich dem Betrachter üblicherweise die Vorstellung einer kalten Nacht im Freien. Dieser Satz ist ein typischer Vertreter des Alogismus, der im Prinzip nur mit einer Verdrehung der Satzstellung oder der Syntax spielt. Warum werden solche Alogismen gebildet? Einfach weil es Spaß macht und zum Nachdenken anregen kann.

Wie sind sie aufgebaut?


In den Anfängen waren dumme Sprüche eher Gedichte oder auch längere Reime in Versform, obwohl schon Karl Valentin mit nur einem Satz viel erzählen konnte, ohne das geringste auszudrücken. Mit der Zeit wurden die dummen und sinnlosen Sprüche immer kürzer und veränderten sich vom ursprünglichen, fünfzeiligen Limerick mit Reim zum kurzen Satz. So etwa dieser Limerick aus Edward Lears „Book of Nonsense“ im englischen Original des Jahres 1846:

„There was an Old Man with a beard,
Who said, "It is just as I feared! -
Two Owls and a Hen,
Four Larks and a Wren,
Have all built their nests in my beard!"

Hier stimmt die Versform geradezu perfekt und die einzelnen Zeilen schließen mit reimenden Wörtern ab. Selbst Personen mit geringen Englischkenntnissen könnten diesen Spruch ohne größere Schwierigkeiten mit der richtigen Betonung hersagen, da die Lautmalerei wunderbar aufeinander abgestimmt ist.

Den Limericks stehen heute die sogenannten Sparwitze gegenüber, die der aktuellen Medienlandschaft gerecht werden. Nachrichten jeder Art werden in möglichst kurzer, aber prägnanter Form Milliardenfach jeden Tag mittels Internet und Smartphone um den Erdball gejagt, da soll es an dummen und sinnlosen Sprüchen nicht fehlen. Da diese Sparwitze in der Regel nur aus einem Satz bestehen, ist eine reimende Versform meist nicht möglich. Vielmehr stellt der Inhalt meist einen trockenen Witz dar, der einfach nur absurd oder paradox erscheint. Nachfolgend nun einige gemeinfreie Beispiele dafür:

„Kalte Brötchen schmecken warm besser als lecker“
„Mein Bruder ist ein Einzelkind“
„Rettet die Bäume, esst mehr Biber“
„Zwei U-Boote fahren durch die Wüste, verliert eins ein Rad. Was stimmt nicht? - Ein Joghurt hat keine Gräten!“

Dumme Sprüche sollten einfach als Spaß gesehen werden und verdienen durchaus Beachtung, denn ganz so einfach, wie es scheinen mag, ist es nicht, einen dummen Spruch zu ersinnen, der den Hörer und Leser sowohl belustigt, wie auch dazu anregt, das bekannte „Kopfkino“ ablaufen zu lassen.