SPRÜCHEVERSUM

Abschiedssprüche.

Ein Abschied fällt uns meistens nicht leicht. Einem geliebten Menschen einen Spruch zum Abschied zu sagen ist sogar noch schwerer. Dabei kann ein schöner Abschiedsspruch vieles Bewegen und die Freude auf das Wiedersehen schüren.

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AbschiedssprücheNº 001

Der Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange auf ihn freut.

Kurz · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 002

Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Sachen, die uns lieb sind, immer ein wenig wärmer.

Mittel · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 003

Heute geh ich. Komm ich wieder, singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, ist der Abschied ja ein Fest.

Mittel · Heiter
AbschiedssprücheNº 004

So lass uns Abschied nehmen wie zwei Sterne, durch jedes Übermaß von Nacht getrennt, das eine Nähe ist, die sich an Ferne erprobt und an dem Fernsten sich erkennt.

Mittel · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 005

Beim Abschied liebster Menschen: Der eine klagt unter Tränen und sagt: „Du gehst nun fort, wie wird es mir da ergehen?“ Ein anderer: „Du gehst nun fort, wie wird es dir da ergehen?“

Mittel · Nachdenklich
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AbschiedssprücheNº 006

Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst nicht ausgesprochen hätte.

Kurz · Tröstend
AbschiedssprücheNº 007

Abschied von der Erde Leb' wohl, du schöne Erde! Kann dich erst jetzt versteh'n, Wo Freude und wo Kummer An uns vorüberweh'n. Leb' wohl, du Meister Kummer! Dank dir mit nassem Blick! Mit mir nehm' ich die Freude, Dich laß' ich hier zurück. Sei nur ein milder Lehrer, Führ' alles hin zu Gott, Zeig' in den trübsten Nächten Ein Streiflein Morgenrot! Lasse sie die Liebe ahnen, So danken sie dir noch, Der früher und der später, Sie danken weinend doch. Dann glänzt das Leben heiter, Mild lächelt jeder Schmerz, Die Freude hält umfangen Das ruhige, klare Herz.

Lang · Tröstend
AbschiedssprücheNº 008

Nach dem Abschied In meinen Ohren klingt noch immer Der leise Ton der lieben Worte; Der klaren Augen stiller Schimmer Umstrahlt noch die bekannten Orte, Den festen Druck der treuen Hände – Ich fühl' ihn noch – die alten Wände Umfassen Dich mit ihrem Rahmen, Und unwillkührlich ruf ich Deinen Namen! – Und wie Du ganz noch hier geblieben In meinem Sinn, in meinem Lieben, Kann ich die Wahrheit noch nicht fassen: Hast Du denn wirklich mich verlassen?

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 009

Nun sind sie vorüber, jene Stunden, Die der Himmel unsrer Liebe gab, Schöne Kränze haben sie gebunden, Manche Wonne floß mit ihnen ab. Was der Augenblick geboren, Schlang der Augenblick hinab, Aber ewig bleibt es unverloren, Was das Herz dem Herzen gab.

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 010

Abschied vom Leben Die Wunde brennt, die bleichen Lippen beben. Ich fühl's an meines Herzens matterm Schlage, hier steh ich an den Marken meiner Tage. Gott, wie du willst! Dir hab ich mich ergeben. Viel gold'ne Bilder sah ich um mich schweben; Das schöne Traumbild wird zur Totenklage. Mut! Mut! – Was ich so treu im Herzen trage, Das muß ja doch dort ewig mit mir leben. Und was ich hier als Heiligtum erkannte, Wofür ich rasch und jugendlich entbrannte, Ob ich's nun Freiheit, ob ich's Liebe nannte: Als lichten Seraph seh ich's vor mir stehen; Und wie die Sinne langsam mir vergehen, Trägt mich ein Hauch zu morgenroten Höhen.

Lang · Tröstend
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AbschiedssprücheNº 011

Auf meinen Lippen brennt dein Kuß, er brennt wie Feuer und Sünde, er brennt wie himmlischer Hochgenuß und macht mich zum schwachen Kinde. Viel wilde Rosen erblühn und glühn und glühn und verwelken am Hage – und der Wald ist duftig, der Wald ist grün am leuchtenden Julitage ... Vom Meer herauf die Sonne grüßt, Tautropfen am Riedgras beben: – wir haben uns kaum Willkommen geküßt und sollen uns Abschied geben! Und gehen sollst du, geliebter Mann, mit all' dem zitternden Bangen, mit der ungelöschten Glut hindann – und durften uns kaum umfangen. Wie lange währt es, so schwillt der Wein, Im Felde die Sicheln klingen; all', was da blühte im Sonnenschein, wird reifen und Früchte bringen. Die Luft wird kühl, und das Laub verdorrt, Schnee liegt auf Hängen und Hagen … wir aber werden von Ort zu Ort die zehrenden Gluten tragen.

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 012

Das Leben ist ein ewiger Abschied. Wer aber von seinen Erinnerungen genießen kann, lebt zweimal.

Kurz · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 013

Willkommen und Abschied Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht; Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche; Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhügel Sah kläglich aus dem Duft hervor, Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch frisch und fröhlich war mein Mut: In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut! Dich sah ich, und die milde Freude Floß von dem süßen Blick auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosafarbenes Frühlingswetter Umgab das liebliche Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich­ ihr Götter! Ich hofft es, ich verdient es nicht! Doch ach, schon mit der Morgensonne Verengt der Abschied mir das Herz In deinen Küssen welche Wonne! In deinem Auge welcher Schmerz! Ich ging, du standst und sahst zur Erden Und sahst mir nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter welch ein Glück!

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 014

Abschied Ich habe dir viel gegeben; Bewahr es gut, Wo fern vom Irren und Leben Es einsam ruht. Wie Schatten hingebreitet, Die kommen und fliehn, Auf deiner Seele gleitet Die Welt dahin. Doch in die tiefern Gründe Schau ich hinab, Ob ich dort wiederfinde, Was ich dir gab.

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 015

Zum Abschied nur das Beste, viel Zeit und liebe Gäste!

Kurz · Herzlich
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AbschiedssprücheNº 016

Heimkehr Das war ein Tag der Schmerzen, Als ich einst Abschied nahm; Noch bänger war's dem Herzen, Als ich nun wiederkam. Der ganzen Wandrung Hoffen Vernichtet mit einem Schlag! O unglücksel'ge Stunde! O unheilvoller Tag! Ich habe viel geweinet Auf meines Vaters Grab, Und manche bittre Träne Fiel auf die Gruft herab. Mir ward so öd' und traurig Im teurem Vaterhaus, So daß ich oft bin gangen Zum düstern Wald hinaus. In seinen Schattenräumen Vergaß ich allen Schmerz; Es kam in stillen Träumen Der Friede in mein Herz. Der Jugend Blütenwonne, Rosen und Lerchenschlag Erschien mir wenn ich schlummernd Im Schatten der Eichen lag.

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 017

Trennen ist ein Sterben Wie der Tag sich windet Und kein Ende findet! Die Minuten stehen, Müssen rückwärts sehen. Seit der Morgenstunde, Die mit starrem Munde Dich zum Abschied weckte, Sich nur Öde streckte. Fühl' die Haut erkalten Und die Stirn sich falten, Muß ins Leere schauen Und dem Tag mißtrauen. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 018

Spät war und dämmrig die Stunde. Wir gingen Einsam im Wald, und ich sah: Licht losch im Westen mit zitternden Schwingen. Ah! Blieb nicht ein Wort, drauf der Abschied noch harrte? Keines das Herz doch verstand; Ob es denn keiner, nun da es erstarrte, Fand? Weben Gedanken, unruhig-verschwommen, Still weint die Seele sich aus, – Rasch sind die Sterne, die hellen, gekommen, Harr aus!

Lang · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 019

Abschiede sind Tore in neue Welten.

Kurz · Nachdenklich
AbschiedssprücheNº 020

Lass mein Aug den Abschied sagen, den mein Mund nicht nehmen kann. Schwer, wie schwer ist er zu tragen, und bin ich doch sonst ein Mann.

Mittel · Nachdenklich
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AbschiedssprücheNº 021

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.

Kurz · Herzlich