Bald ist Weihnacht, wie freu' ich mich drauf, da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf; es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern', wie hab'n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.
Weihnachtsgedichte.
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Schenke herzlich und frei. Schenke dabei, was in dir wohnt an Meinung, Geschmack und Humor, so dass die eigene Freude zuvor dich reichlich belohnt.
Der Winter ist den Kindern hold, Die jüngsten sind’s gewohnt. Ein Engel kommt, die Flüglein Gold, Der guten Kindern lohnt.
Du sprichst, das Große kann nicht in dem Kleinen sein, den Himmel schließt man nicht ins Erdenstüpfchen ein. Komm, schau der Jungfraun Kind, so siehst du in der Wiegen den Himmel und die Erd und hundert Welten liegen.
Kümmt vom Weinen, kümmt vom Weihen, kümmt vom Wein Weinachten her? So wie jeder ihm sie brauchte, kamen sie ihm ohn Gefehr. Weil der Welt-Erlöser drinnen in die Welt ist kummen ein, Sollten sie Frei-nachten heißen, sollten sie Freu-nachten sein.
Die heiligen drei Könige stehn vorm Haus, Maria guckt zum Fenster heraus. “Ihr heiligen drei Könige, kommt nur herein, es wird schon für euch noch ein Plätzel sein.” Sie gingen gebückt in den kleinen Stall und fielen auf ihre Knie all. “Wir sind drei Könige, kommen weit her, du aber, o Christkind, bist viel mehr. Hast gar keine Krone, hast gar keine Zier, hast aber ein königlich Herz in dir. Das wirft den allerhellsten Schein und wird die Krone der Menschheit sein.” Die Könige gingen. Maria sann und sah aus Tränen ihr Kindel an.
In Weihnachtszeiten reis’ ich gern und bin dem Kinderjubel fern und geh’ in Wald und Schnee allein. Und manchmal, doch nicht jedes Jahr, trifft meine gute Stunde ein, dass ich von allem, was da war, auf einen Augenblick gesunde und irgendwo im Wald für eine Stunde der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn und wieder Knabe bin…
Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt. Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht, Dann blüht er Flämmchen. Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. – Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt, Wird dann doch gütig lächeln. Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! – Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.
Es ist Weihnachten, wenn alle bereit sind für das Fest. Weihnachten heißt: mit Hoffnung leben. Wenn sich Menschen die Hände zur Versöhnung reichen, wenn der Fremde aufgenommen, wenn einer dem anderen hilft, das Böse zu meiden und das Gute zu tun, dann ist Weihnachten. Weihnachten heißt: die Tränen trocknen, das, was Du hast, mit anderen zu teilen; jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen gemildert ist, wird Weihnachten. Jeder Tag ist Weihnachten auf der Erde, jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt; wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, ist Weihnachten; dann steigt Gott wieder vom Himmel herab und bringt das Licht.
Aus fernen Landen kommen wir gezogen; nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren, doch wandern wir in unsern Silberhaaren. Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen. Nun steht er winkend still am Himmelsbogen: den Fürsten Juda’s muss dies Haus bewahren. Was hast du, kleines Bethlehem, erfahren? Dir ist der Herr vor allen hochgewogen. Holdselig Kind, lass auf den Knie’n dich grüßen! Womit die Sonne unsre Heimat segnet, das bringen wir, obschon geringe Gaben. Gold, Weihrauch, Myrrhen, liegen dir zu Füßen; die Weisheit ist uns sichtbarlich begegnet, willst du uns nur mit einem Blicke laben.
Ei du lieber, heil’ger Christ, komm nur nicht, wenn’s finster ist. Komm im hellen Mondenschein, wirf mir Nüss’ und Äpfel rein!
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.
Ich wollte dir was dezidieren, nein schenken; was nicht zuviel kostet. Aber was aus Blech ist, rostet, und die Messinggegenstände oxydieren. Und was kosten soll es eben doch. Denn aus Mühe mach’ ich extra noch was hinzu, auch kleine Witze. Wär’ bei dem, was ich besitze, etwas Altertümliches dabei – doch was nützt dir eine Lanzenspitze! An dem Bierkrug sind die beiden Löwenköpfe schon entzwei. Und den Buddha mag ich selber leiden. Und du sammelst keine Schmetterlinge, die mein Freund aus China mitgebracht. Nein – das Sofa und so große Dinge kommen überhaupt nicht in Betracht. Außerdem gehören sie nicht mir. Ach, ich hab’ die ganze letzte Nacht rumgegrübelt, was ich dir geben könnte. Schlief deshalb nur eine, allerhöchstens zwei von sieben Stunden, und zum Schluß hab’ ich doch nur dies kleine, lumpige beschißne Ding gefunden. Aber gern hab’ ich für dich gewacht. Was ich nicht vermochte, tu du’s: Drücke du nun ein Auge zu. Und bedenke, dass ich dir fünf Stunden Wache schenke. Lass mich auch in Zukunft nicht in Ruh.
Da gehen Tür und Tore auf, da kommt der Kinder Jubelhauf, aus Türen und aus Fenstern bricht der Kerzen warmes Lebenslicht.
Es fällt der Schnee, der Wind weht kalt, die Erde liegt in Träumen, das Christkind wandelt durch den Wald und sucht nach Weihnachtsbäumen. Sankt Nikolaus schaut zum Fenster ‘rein, was wird er uns wohl bringen? Nun lasst uns brav und folgsam sein, und schöne Lieder singen. Schon gestern war der Himmel rot – wie Flammen nah und ferne, das Christkind bäckt schon Zuckerbrot und süße Mandelsterne. Hört ihr den fernen, leisen Ton, wie Jubel und Frohlocken? Ich glaub’, die Englein läuten schon die goldnen Weihnachtsglocken!
Im Advent, da fliegen Engel sie fliegen hin und her, sie sammeln Christkindbriefe und Wunschzettel noch mehr. So kommt so mancher Engel vom Himmel dürr daher, fliegt mit Briefen vollgeplustert zurück wie’n fetter Teddybär. Nur schad’, wenn mancher Engel so’n Christkindbrief verliert, weil’s drin im Engelskleide den Wünschen zu eng wird. Solcher Wunschbrief flattert zurück auf unsere Welt, und’s Christkind ist verdattert weil’s keinen Wunsch erhält. So schweben dann vom Himmel Wunschbriefe von oben her, es ist gar ein Gewimmel als ob es Schneefall wär’. Auch’s Christkind sieht die Briefe die fallen erdenwärt’s, doch’s Christkind liest auch Wünsche aus jedem Kinderherz!
Heil’ge Nacht, mit tausend Kerzen steigst du feierlich herauf, o, so geh’ in unsern Herzen, Stern des Lebens, geh’ uns auf!
Seit Jahren hat’s nicht so geschneit! Das rieselt, rinnt und häuft sich an, dass man im Lande weit und breit nicht Weg noch Steg erkennen kann. Die Stadt sieht wie ein Märchen aus. hat jedes Häuschen, jedes Haus ein Mützchen auf aus weißem Schnee, das blitzt und blinkt im Sonnenschein, als wär’s von lauter Edelstein. Und drinnen gibt’s verschlossne Türen! Ein Zimmer, das das ganze Jahr genau wie andre Zimmer war, bekommt ein feierlich Gesicht. Oft ist’s zur Dämmerung, als glitten verstohlne Schritte hin und her, man sieht ein heimlich huschend Licht, als ob das Christkind drinnen war’! Verschwiegene Päckchen kommen an, die rascheln gar so wunderlich, wenn kleine Finger daran rühren … doch Mutter wehrt auf alle Bitten. »Nicht fragen, ‘s ist vom Weihnachtsmann!« Ein unbestimmter Kuchenduft liegt wunderlieblich in der Luft. Die Kinder schnuppern leis herum und schaun sich an und lachen stumm, und drücken sich am Schlüsselloch die Nasen platt … O selge Zeit, wenn Liebe sich im Stillen müht und nicht genug zu tuen weiß, wenn mitten unter Schnee und Eis die Blume des Erbarmens blüht, wenn jubelnd sich die Glocken schwingen und jedem, der es hören will, die süße Weihnachtsbotschaft bringen. »Das Christkind kommt, seid froh und still!«
Strahlend wie ein schöner Traum, steht vor uns der Weihnachtsbaum. Seht nur, wie sich goldenes Licht auf den zarten Kugeln bricht! “Frohe Weihnacht” klingt es leise, und ein Stern geht auf die Reise. Leuchtet hell vom Himmelszelt – hinunter auf die ganze Welt.
Er, der Herr der Herrlichkeit, kleidet sich in Niedrigkeit, unser Heiland will er sein, und von Sünde uns befrei’n.
Heimliche Zeit, wenn es draußen friert und schneit und der Christ ist nicht mehr weit! Wie’s tuschelt in den entferntesten Ecken, kichert und lacht! Überall Bepacktsein, Verstecken; Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer: ein Heinzelmannwirken im Lampenschimmer. Mich deucht, ich sah einen güldenenen Schein: Guckt da nicht Sankt Niklas zum Fenster herein? Glocken erklingen in weiter Ferne. Bratapfelduft aus dem Ofen quoll. Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne verheißungsvoll. Und schauen das Treiben und freuen sich mit bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt. Friedvolles Hasten weit und breit: Weihnachten ist nahe! O heimlich Zeit!