Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird.
Sprüche zum Ruhestand.
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Dass alles vergeht, weiß man schon in der Jugend; aber wie schnell alles vergeht, erfährt man erst im Alter.
Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
Bald holterpolter, wie gerädert, in einem Wagen, der nicht federt, bald sanft wie im Automobil, so kam er an sein Lebensziel.
Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung.
Soll, wer mag, als Machthaber auf dem gefährlichen Gipfel der Herrschaft stehen: Mir soll meine süße Ruhe genügen. An unauffälligem Platz möchte ich meine wohltuende Muße genießen.
Der Alten Rat, der Jungen Tat, macht Krummes grad.
Ist das Leben nicht hundertmal zu kurz für Langeweile?
Alle Dinge kommen zu dem, der zu warten versteht.
Wird man gebraucht, erfüllt man seine Pflicht. Wird man nicht mehr gebraucht, so zieht man sich zurück.
Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend.
Kein Reichtum übertrifft den Reichtum der Gesundheit, kein Gut ein heiteres Gemüt.
Das Leben ist ein ewiger Abschied. Wer aber von seinen Erinnerungen genießen kann, lebt zweimal.
Es ist des Menschen würdiger, sich lachend über das Leben zu erheben, als es zu beweinen.
Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer beruhigender Allgemeinheit übersieht.
Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster, der von vergangnen Zeiten träumt, an die Gelegenheit der Laster, die er versäumt.
Niemand wird so alt, dass er nicht glaubt, noch etwas länger leben zu können.
Was Menschen und Dinge wert sind, kann man erst beurteilen, wenn sie alt geworden.
Wer sich im Alter wärmen will, muss sich in der Jugend einen Ofen bauen.
Vor nichts muß sich das Alter eher hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben.
Was einer »an sich selbst hat«, kommt ihm nie mehr zu Gute als im Alter.