Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass’ Dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken läßt. Sie aufzusammeln und zu sparen, das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren, und hält den lieben jungen Jahren nach neuen seine Hände hin.
Geburtstagswünsche.
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Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und bewundert die Urgroßväter.
Die Falten um die Stirne dein, laß sie nur heiter ranken; das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.
Dem schönen Tag sei es geschrieben! Oft glänze dir sein heiteres Licht. Uns hörtest du nicht auf zu lieben doch bitten wir: Vergiß uns nicht!
Ihr Leute, groß und klein, ihr wisst, dass heute unser Festtag ist und dass wir feiern müssen. So fangt nur gleich frühmorgens an und bis die Stern am Himmel stehn, und singt und springt und springt und singt. Denk heute niemand an Gefahr, und ob wir über hundert Jahr den Tag noch feiern werden. Wir haben ihn ja heute noch, Gott sei gelobt! so braucht ihn doch, und macht uns heut das Herz nicht krank und schwer. Denn freilich! alles Ding vergeht, auch unser Festtag nicht besteht, er wird uns endlich fehlen. Doch nicht so bald – fleht und hofft, er soll noch wiederkommen oft, soll oft noch wiederkommen!
Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.
Mögest du ein Lied in deinem Herzen haben, ein Lächeln auf deinen Lippen tragen und nichts als Freude in deinen Händen halten.
Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.
Fünfunddreißig Jahre ist ein reizvolles Alter. Es gibt Damen allerhöchster Geburt, die aus freier Wahl jahrelang fünfunddreißig bleiben, nachdem sie vierzig geworden sind.
Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.
Das Leben ist Ewiges und Zeitliches zugleich; das Ewige ist sein Wesen, das Zeitliche seine Formoder Bildung.
Man muss lange leben, um ein Mensch zu werden.
Wie man, auf einem Schiffe befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, daß Leute von immer höhern Jahren einem jung vorkommen.
Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können.
Es kommt nicht darauf an wie alt man wird, sondern wie man alt ist.
Sieh, das ist es, was auf Erden Jung dich hält zu jeder Frist, Daß du ewig bleibst im Werden, Wie die Welt im Wandel ist.
Die ersten 40 Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden 30 den Kommentar dazu.
Keine Kunst ist’s, alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen.
Deine Weisheit sei die Weisheit der grauen Haare, aber dein Herz – dein Herz sei das Herz der unschuldigen Kindheit.
Jung sein ist schön, alt sein ist bequem.
Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.