SPRÜCHEVERSUM

Wilhelm Busch.

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Wilhelm BuschNº 001

Will das Glück nach seinem Sinn Dir was Gutes schenken, sage Dank und nimm es hin, ohne viel Bedenken. Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum Du Dich bemühst möge Dir gelingen.

Mittel · Herzlich
Wilhelm BuschNº 002

Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum Du Dich bemühst, möge Dir gelingen.

Mittel · Herzlich
Wilhelm BuschNº 003

Je älter man wird, desto hastiger tritt sie einem auf die Hacken, die Zeit, die so genannte.

Mittel · Heiter
Wilhelm BuschNº 004

Will das Glück nach seinem Sinn Dir was Gutes schenken, Sage Dank und nimm es hin Ohne viel Bedenken.

Mittel · Heiter
Wilhelm BuschNº 005

Früher, da ich unerfahren Und bescheidner war als heute, Hatten meine höchste Achtung Andre Leute. Später traf ich auf der Weide Außer mir noch mehr Kälber, Und nun schätz ich, sozusagen, Erst mich selber.

Mittel · Heiter
Wilhelm BuschNº 006

Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.

Kurz · Frech
Wilhelm BuschNº 007

Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum Du Dich bemühst, mög Dir gelingen.

Mittel · Herzlich
Wilhelm BuschNº 008

Also geht alles zu Ende allhier: Feder, Tinte, Tobak und auch wir. Zum letzten Mal wird eingetunkt, dann kommt der große schwarze Punkt.

Mittel · Frech
Wilhelm BuschNº 009

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Drum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Mittel · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 010

Bald holterpolter, wie gerädert, in einem Wagen, der nicht federt, bald sanft wie im Automobil, so kam er an sein Lebensziel.

Mittel · Heiter
Wilhelm BuschNº 011

Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster, der von vergangnen Zeiten träumt, an die Gelegenheit der Laster, die er versäumt.

Mittel · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 012

Einszweidrei, im Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit.

Kurz · Heiter
Wilhelm BuschNº 013

So spricht der Weise, grau von Haar, ernst, würdig, sachgemäß und klar.

Kurz · Heiter
Wilhelm BuschNº 014

Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.

Kurz · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 015

Ganz richtig, diese Welt ist nichtig. Auch du, der in Person erscheint, bist ebenfalls nicht gar so wichtig, wie deine Eitelkeit vermeint.

Mittel · Frech
Wilhelm BuschNº 016

Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.

Kurz · Frech
Wilhelm BuschNº 017

Hätt einer auch fast mehr Verstand als wie die drei Weisen aus Morgenland und ließe sich dünken, er wär wohl nie dem Sternlein nachgereist wie sie; dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt, fällt auch auf sein verständig Gesicht, er mag es merken oder nicht, ein freundlicher Strahl Des Wundersternes von dazumal.

Lang · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 018

Das Christkind aber möge Euch bringen die Schönsten von allen wunderbaren Dingen, und was Ihr nur immer träumt, wünscht oder dachtet, dass Ihr es wohl gerne haben möchtet.

Mittel · Herzlich
Wilhelm BuschNº 019

Wieviel Liebes und Gutes passiert uns doch in der Jugend, worauf wir im Alter nicht mehr mit Sicherheit rechnen dürfen.

Mittel · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 020

Das große Glück, noch klein zu sein, sieht mancher Mensch als Kind nicht ein und möchte, dass er ungefähr so 16 oder 17 wär'. Doch schon mit 18 denkt er: "Halt! Wer über 20 ist, ist alt." Warum? Die 20 sind vergnüglich - auch sind die 30 noch vorzüglich. Zwar in den 40 - welche Wende - da gilt die 50 fast als Ende. Doch in den 50, peu à peu, schraubt man das Ende in die Höh'! Die 60 scheinen noch passabel und erst die 70 miserabel. Mit 70 aber hofft man still: "Ich schaff' die 80, so Gott will." Wer dann die 80 biblisch überlebt, zielsicher auf die 90 strebt. Dort angelangt, sucht er geschwind nach Freunden, die noch älter sind. Doch hat die Mitte 90 man erreicht - die Jahre, wo einen nichts mehr wundert -, denkt man mitunter: "Na - vielleicht schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!"

Lang · Heiter
Wilhelm BuschNº 021

Es ist halt schön, Wenn wir die Freunde kommen sehn. – Schön ist es ferner, wenn sie bleiben Und sich mit uns die Zeit vertreiben. – Doch wenn sie schließlich wieder gehn, Ist's auch recht schön. –

Mittel · Heiter
Wilhelm BuschNº 022

Wonach du sehnlich ausgeschaut, Es wurde dir beschieden. Du triumphierst und jubelst laut: Jetzt hab ich endlich Frieden! Ach, Freundchen, rede nicht so wild, Bezähme deine Zunge! Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, Kriegt augenblicklich Junge.

Mittel · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 023

Denn früh belehrt ihn die Erfahrung, sobald er schrie, bekam er Nahrung.

Kurz · Heiter
Wilhelm BuschNº 024

Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen als in ungezogenen Kindern.

Kurz · Frech
Wilhelm BuschNº 025

Wo kriegten wir die Kinder her, wenn Meister Klapperstorch nicht wär?

Kurz · Heiter
Wilhelm BuschNº 026

Definition der Liebe: Sehnsucht, unbewusst zu zweit ein Drittes zu bilden, was vielleicht besser ist.

Kurz · Frech
Wilhelm BuschNº 027

Selig sind die Auserwählten, die sich liebten und vermählten; denn sie tragen hübsche Früchte.

Kurz · Heiter
Wilhelm BuschNº 028

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.

Kurz · Nachdenklich
Wilhelm BuschNº 029

Und hier besiegeln diese zwei Sich dauerhaft Lieb und Treu. Hoch ist der Liebe süße Traum Erhaben über Zeit und Raum.

Mittel · Feierlich
Wilhelm BuschNº 030

Viel Freude macht, wie männiglich bekannt, für Mann und Weib der heilige Ehestand! Und lieblich ist es für den Frommen, der die Genehmigung dazu bekommen, wenn er sodann nach der üblichen Frist glücklicher Vater und Mutter ist.

Mittel · Heiter