SPRÜCHEVERSUM

Theodor Fontane.

34 Sprüche · Seite 1 von 2
Theodor FontaneNº 001

Kummer, sei lahm! Sorge, sei blind! Es lebe das Geburtstagskind!

Kurz · Heiter
Theodor FontaneNº 002

Das Glück – kein Reiter wird's erjagen. Es ist nicht dort und ist nicht hier. Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 003

Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut, Vertrauen und freudige Ergebung zu zeigen ohne Fatalismus – das ist die Kunst des Lebens.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 004

Gesundheit und ein heit'rer Sinn führen leicht durch's Leben hin.

Kurz · Herzlich
Theodor FontaneNº 005

Man wird nicht älter sondern besser!

Kurz · Heiter
Theodor FontaneNº 006

Man wird nicht besser mit den Jahren. Wie sollte es auch, man wird bequem und bringt, um sich die Reue zu sparen, die Fehler all in ein System.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 007

Je älter ich werde, desto tiefer empfinde ich, alles ist Glück und Gnade, das Kleine so gut wie das Grosse.

Mittel · Herzlich
Theodor FontaneNº 008

Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut haben ohne Übermut; das ist die Kunst des Lebens.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 009

Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen, es ist nicht dort, es ist nicht hier; lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 010

Der Bäcker bringt Dir Kuchenbrot, der Schneider einen Mantel rot. Der Kaufmann schickt Dir, weiß und nett, ein Puppenkleid, ein Puppenbett und schickt auch eine Schachtel rund mit Schäfer und mit Schäferhund, mit Hürden, Bäumchen, paarweis je, und mit sechs Schafen, weiß wie Schnee, und eine Lerche, tirili, seit Sonnenaufgang hör ich sie. Die singt und schmettert, was sie mag, zu meines Lieblings Namenstag.

Lang · Heiter
Theodor FontaneNº 011

Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen.

Kurz · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 012

Ruhig sein, nicht ärgern, nicht kränken, Ist das allerbeste Schenken; Aber mit diesem Pfefferkuchen Will ich es noch mal versuchen.

Mittel · Heiter
Theodor FontaneNº 013

Weiß sind Türme, Dächer, Zweige, Und das Jahr geht auf die Neige, Und das schönste Fest ist da.

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 014

Noch einmal ein Weihnachtsfest, Immer kleiner wird der Rest, Aber nehm' ich so die Summe, Alles Grade, alles Krumme, Alles Falsche, alles Rechte, Alles Gute, alles Schlechte – Rechnet sich aus allem Braus Doch ein richtig Leben raus. Und dies können ist das Beste Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 015

Alles still! es tanzt den Reigen Mondenstrahl in Wald und Flur, Und darüber thront das Schweigen Und der Winterhimmel nur. Alles still! vergeblich lauschet Man der Krähe heisrem Schrei. Keiner Fichte Wipfel rauschet, Und kein Bächlein summt vorbei. Alles still! die Dorfeshütten Sind wie Gräber anzusehn, Die, von Schnee bedeckt, inmitten Eines weiten Friedhofs stehn. Alles still! nichts hör ich klopfen Als mein Herze durch die Nacht - Heiße Tränen niedertropfen Auf die kalte Winterpracht.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 016

Noch ist Herbst nicht ganz entfloh'n, Aber als Knecht Ruprecht schon Kommt der Winter hergeschritten, Und alsbald aus Schnees Mitten Klingt des Schlittenglöckleins Ton. Und was jüngst noch, fern und nah, Bunt auf uns hernieder sah, Weiß sind Türme, Dächer, Zweige, Und das Jahr geht auf die Neige, Und das schönste Fest ist da. Tag du der Geburt des Herrn, Heute bist du uns noch fern, Aber Tannen, Engel, Fahnen Lassen uns den Tag schon ahnen, Und wir sehen schon den Stern.

Lang · Heiter
Theodor FontaneNº 017

Das Herz bleibt ein Kind.

Kurz · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 018

Erst unter Kuss und Spiel und Scherzen erkennst du ganz, was Leben heißt. O, lerne denken mit dem Herzen und lerne fühlen mit dem Geist.

Mittel · Herzlich
Theodor FontaneNº 019

Von vierzig bis fünfzig ist die beste Lebenszeit.

Kurz · Heiter
Theodor FontaneNº 020

Wenn man zu jeder Zeit, dem Augenblick zurufen möchte: \"Verweile doch, du bist so schön.\" Diese Befriedigung im Glück, diese Flitterwochenschaft kann uns nicht durch ein ganzes Leben begleiten, aber man muss sich sicherlich davor hüten, nie eine Gegenwart zu haben, weil man immer auf eine Zukunft hofft.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 021

Briefträger setzen sich in Trab, Sie reissen fast die Klingel ab, Sogar Pakete treffen ein – Mög es das ganze Jahr so sein! Herren, Damen kommen zu Hauf, Sie setzen die besten Gesichter auf, Du selber blickst gutlaunig drein – Mög es das ganze Jahr so sein! Im Hause ruht der Bruderstreit, George, Theo markieren Artigkeit, Sanfte Stimmung bei gross und klein – Mög es das ganze Jahr so sein! Der Himmel ist blau, die Luft ist klar. Auf dem Simse zwitschert ein Spatzenpaar, Am Fenster aber lacht Sonnenschein – Mög es das ganze Jahr so sein!

Lang · Herzlich
Theodor FontaneNº 022

Der Bäcker bringt dir Kuchenbrot, Der Schneider einen Mantel rot, Der Kaufmann schickt dir, weiß und nett, Ein Puppenkleid, ein Puppenbett Und schickt auch eine Schachtel rund Mit Schäfer und mit Schäferhund, Mit Hürd' und Bäumchen, paarweis je, Und mit sechs Schafen, weiß wie Schnee, Und eine Lerche, tirili, Seit Sonnenaufgang hör' ich sie, Die singt und schmettert, was sie mag, Zu meines Lieblings Namenstag.

Lang · Heiter
Theodor FontaneNº 023

Aus der Ferne diesen Wunsch: Glückliche Sterne und guten Punsch! Jene für immer, diesen für heut - und nimm nichts schlimmer als Gott es beut. Raffe dich, sammle dich, eins, zwei, drei, und verrammle dich gegen Hirnschlepperei. Brich, was nicht halten will, brich es entzwei! Aber hältst du still - ist es vorbei.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 024

Nicht Glückes bar sind deine Lenze, Du forderst nur des Glücks zu viel; Gib deinem Wunsche Maß und Grenze, Und dir entgegen kommt das Ziel. Wie dumpfes Unkraut lass vermodern, Was in dir noch des Glaubens ist: Du hättest doppelt einzufordern Des Lebens Glück, weil du es bist. Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen, Es ist nicht dort, es ist nicht hier; Lern’ überwinden, lern’ entsagen, Und ungeahnt erblüht es dir.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 025

Aus der Ferne diesen Wunsch: Glückliche Sterne und guten Punsch! Jene für immer, diesen für heut - und nimm nichts schlimmer als Gott es beut. Raffe Dich, sammle Dich, eins, zwei, drei, und verrammle Dich gegen Hinschlepperei. Bricht, was nichts halten will, brich es entzwei! Aber hälst Du still - Ist es vorbei.

Lang · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 026

Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.

Kurz · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 027

Die Ehe, zum Mindesten das Glück derselben, beruht nicht auf der Ergänzung, sondern auf dem gegenseitigen Verständnis. Mann und Frau müssen nicht Gegensätze, sondern Abstufungen, ihre Temperamente müssen verwandt, ihre Ideale die selben sein

Mittel · Nachdenklich
Theodor FontaneNº 028

Glücklich machen ist das höchste Glück! Aber auch dankbar empfangen können, ist ein Glück.

Kurz · Herzlich
Theodor FontaneNº 029

Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, Auch das Schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein andrer Tag. In dem ew'gen Kommen, Schwinden, wie der Schmerz liegt auch das Glück, Und auch heitre Bilder finden ihren Weg zu dir zurück. Harre, hoffe. Nicht vergebens zählest du der Stunden Schlag: Wechsel ist das Los des Lebens, und es kommt ein andrer Tag.

Lang · Tröstend
Theodor FontaneNº 030

Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, Auch das Schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein andrer Tag.

Mittel · Tröstend