SPRÜCHEVERSUM

Robert Reinick.

3 Sprüche
Robert ReinickNº 001

Die Nacht vor dem heiligen Abend, da liegen die Kinder im Traum. Sie träumen von schönen Sachen und von dem Weihnachtsbaum.

Mittel · Herzlich
Robert ReinickNº 002

Der Winter ist gekommen Und hat hinweg genommen Der Erde grünes Kleid. Schnee liegt auf Blütenkeimen, Kein Blatt ist an den Bäumen, Erstarrt die Flüsse weit und breit. Da schallen plötzlich Klänge Und frohe Festgesänge Hell durch die Winternacht. In Hütten und Palästen Ist rings in grünen Ästen Ein bunter Frühling aufgewacht. Wie gern doch seh ich glänzen Mit all den reichen Kränzen Den grünen Weihnachtsbaum; Dazu der Kindlein Mienen, Von Licht und Lust beschienen; Wohl schön're Freude gibt es kaum!

Lang · Heiter
Robert ReinickNº 003

Die Nacht vor dem heiligen Abend, da liegen die Kinder im Traum; sie träumen von schönen Sachen und von dem Weihnachtsbaum. Und während sie schlafen und träumen, wird es am Himmel klar, und durch den Himmel fliegen drei Engel wunderbar. Sie tragen ein holdes Kindlein, das ist der Heil’ge Christ; es ist so fromm und freundlich, wie keins auf Erden ist. Und wie es durch den Himmel still über die Häuser fliegt, schaut es in jedes Bettchen, wo nur ein Kindlein liegt, und freut sich über alle, die fromm und freundlich sind; denn solche liebt von Herzen das liebe Himmelskind. Wird sie auch reich bedenken mit Lust aufs allerbest’ und wird sie schön beschenken zum lieben Weihnachtsfest. Heut schlafen noch die Kinder und sehn es nur im Traum, doch morgen tanzen und springen sie um den Weihnachtsbaum.

Lang · Herzlich