Die Falten um die Stirne dein, laß sie nur heiter ranken; das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.
Joseph Victor von Scheffel.
O die Menschen tun uns unrecht, Und den Dank such' ich vergebens, Sie verkennen ganz die feinern Saiten unsers Katzenlebens. Und wenn einer schwer und schwankend Niederfällt in seiner Kammer, Und ihn morgens Kopfweh quälet, Nennt er's einen Katzenjammer. Katzenjammer, o Injurie! Wir miauen zart im Stillen, Nur die Menschen hör' ich oftmals Graunhaft durch die Straßen brüllen. Ja, sie tun uns bitter unrecht, Und was weiß ihr rohes Herze Von dem wahren, tiefen, schweren, Ungeheuren Katzenschmerze?
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Abschied, Abschied, böse Stunde! Wer hat dich zuerst ersonnen?
Die Falten um die Stirne dein, lass sie nur heiter ranken; das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.
Der Kern noch frisch, der Kopf ein wenig mürber, das Herz an guten und herben Erfahrungen reicher.