Der Strauß, den ich gepflücket, Grüße dich vieltausendmal! Ich habe mich oft gebücket, Ach, wohl eintausendmal, Und ihn ans Herz gedrücket Wie hunderttausendmal!
Johann Wolfgang von Goethe.
Dem schönen Tag sei es geschrieben! Oft glänze dir sein heiteres Licht. Uns hörest du nicht auf zu lieben, Doch bitten wir: Vergiss uns nicht.
Willst du dir ein hübsch Leben zimmern, musst dich ums Vergangne nicht bekümmern. Das Wenigste muss dich verdrießen, musst stets die Gegenwart genießen. Besonders keinen Menschen hassen und die Zukunft Gott überlassen.
Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? Sei lustig! – Geht es nicht, so sei vergnügt.
Ein neues Jahr hat neue Pflichten. Ein neuer Morgen ruft zu frischer Tat. Stets wünsche ich ein fröhliches Verrichten und Mut und Kraft zur Arbeit früh und spät.
Mit den Jahren steigern sich die Prüfungen.
Alt wird man wohl, aber klug?
Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah, Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da.
Wenn man älter wird, muss man mit Bewusstsein auf einer gewissen Stufe stehen bleiben
Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer ein Knecht.
Im neuen Jahre Glück und Heil, Auf Weh und Wunden gute Salbe! Auf groben Klotz ein grober Keil! Auf einen Schelmen anderthalbe!
Wer die Körner wollte zählen, die dem Stundenglas entrinnen, würde Zeit und Ziel verfehlen, solchem Strome nachzusinnen.
Angedenken an das Gute Hält uns immer frisch bei Muthe. Angedenken an das Schöne Ist das Heil der Erdensöhne. Angedenken an das Liebe, Glücklich! wenn's lebendig bliebe. Angedenken an das Eine Bleibt das Beste, was ich meine.
Zwischen dem Alten Zwischen dem Neuen Hier uns zu freuen Schenkt uns das Glück Und das Vergangene Heisst mit Vertrauen Vorwärts zu schauen, Schauen zurück.
Dem schönen Tag sei es geschrieben! Oft glänze dir sein heiteres Licht. Uns hörtest du nicht auf zu lieben doch bitten wir: Vergiß uns nicht!
Wer die Körner wollte zählen, die dem Stundenglas entrinnen, würde Zeit und Ziel verfehlen, solchem Strome nachzusinnen. Auch vergehen uns die Gedanken, wenn wir in dein Leben schauen, freien Geist in Erdeschranken, freies Handeln und Vertrauen. So entrinnen jeder Stunde fügsam glückliche Geschäfte. Segen dir von Mund zu Munde! Neuen Mut und frische Kräfte!
Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.
Alt wird man wohl, wer aber klug?
Der Rost macht erst die Münze wert.
Euch ist bekannt, was wir bedürfen, wir wollen starke Getränke schlürfen.
Trunken müssen wir alle sein! Jugend ist Trunkenheit ohne Wein; Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend, So ist es wundervolle Tugend. Für Sorgen sorgt das liebe Leben, Und Sorgenbrecher sind die Reben.
Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?
Die Katze weiß wohl, wem sie den Bart leckt.
Heute geh ich. Komm ich wieder, singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, ist der Abschied ja ein Fest.
Willkommen und Abschied Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht; Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche; Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhügel Sah kläglich aus dem Duft hervor, Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch frisch und fröhlich war mein Mut: In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut! Dich sah ich, und die milde Freude Floß von dem süßen Blick auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosafarbenes Frühlingswetter Umgab das liebliche Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich ihr Götter! Ich hofft es, ich verdient es nicht! Doch ach, schon mit der Morgensonne Verengt der Abschied mir das Herz In deinen Küssen welche Wonne! In deinem Auge welcher Schmerz! Ich ging, du standst und sahst zur Erden Und sahst mir nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter welch ein Glück!
Lass mein Aug den Abschied sagen, den mein Mund nicht nehmen kann. Schwer, wie schwer ist er zu tragen, und bin ich doch sonst ein Mann.
In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr.
Heute geh ich. Komm ich wieder, singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, ist der Abschied ja ein Fest.
Der Winter ist den Kindern hold, Die jüngsten sind’s gewohnt. Ein Engel kommt, die Flüglein Gold, Der guten Kindern lohnt.