Es gibt keine Frau, die dreißig Jahr' alt wäre. Aus den Zwanzigern geht's gleich in die Vierzig. Auch habe ich noch keine Frau gefunden, die fünfzig Jahr' alt war - aus den Vierzigern geht's gleich in die Sechzig.
Heinrich Heine.
Lasst mich nicht ein alter Polterer werden, der aus Neid die jüngeren Geister ankläfft, oder ein matter Jammermensch, der über die gute, alte Zeit beständig flennt.
Der Brief, den du geschrieben, er macht mich gar nicht bang; Du willst mich nicht mehr lieben, aber Dein Brief ist lang. Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt.
Wenn zwei von einander scheiden, So geben sie sich die Händ’, Und fangen an zu weinen, Und seufzen ohne End’. Wir haben nicht geweinet, Wir seufzten nicht Weh und Ach! Die Thränen und die Seufzer, Die kamen hintennach.
Die Heil'gen Drei Könige aus Morgenland, Sie frugen in jedem Städtchen: "Wo geht der Weg nach Bethlehem, Ihr lieben Buben und Mädchen?" Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht, Die Könige zogen weiter; Sie folgten einem goldenen Stern, Der leuchtete lieblich und heiter. Der Stern blieb stehn über Josephs Haus, Da sind sie hineingegangen; Das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie, Die Heil'gen Drei Könige sangen.
Die heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, sie frugen in jedem Städtchen: “Wo geht der Weg nach Bethlehem, ihr lieben Buben und Mädchen?” Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht, die Könige zogen weiter, sie folgten einem goldenen Stern, der leuchtete lieblich und heiter. Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus, da sind sie hineingegangen; das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie, die heiligen Drei Könige sangen.
Und bist du erst mein eh´lich Weib, dann bist du zu beneiden, dann lebst du in lauter Zeitvertreib, in lauter Pläsier und Freuden. Und wenn du schiltst und wenn du tobst, ich werd es geduldig leiden; doch wenn du meine Verse nicht lobst, lass ich mich von dir scheiden.
Keiner ist so verrückt, dass er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
Mein Herz ist wie die Sonne so flammend anzusehn, und in ein Meer von Liebe versinkt es groß und schön.
Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab ich ihr gestanden Mein Sehnen und Verlangen.
Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Aufs Haupt dir legen sollt, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.
Wenn ich bei meiner Liebsten bin, Dann geht das Herz mir auf, Dann bin ich reich in meinem Sinn und biet die Welt zum Kauf. Doch wenn ich wieder scheiden muß Aus ihrem Schwanenarm, Dann schwindet all mein Überfluß, Und ich bin bettelarm.
In meinem Hirne rumort es und knackt, ich glaube da wird ein Koffer gepackt, und mein Verstand reist ab - o wehe - noch früher als ich selber gehe.