SPRÜCHEVERSUM

Friedrich von Schiller.

18 Sprüche
Friedrich von SchillerNº 001

Ich bringe nichts als ein Gedicht zu Deines Tages Feier; denn alles, wie die Mutter spricht, ist so entsetzlich teuer.

Mittel · Heiter
Friedrich von SchillerNº 002

Es haben alle Dich so gern, die Alten und die Jungen, und Deinen lieben, braven Herrn ist alles wohl gelungen.

Mittel · Herzlich
Friedrich von SchillerNº 003

Sag selbst, was ich dir wünschen soll, ich weiß nichts zu erdenken. Du hast ja Küch' und Keller voll, nichts fehlt in deinen Schränken.

Mittel · Heiter
Friedrich von SchillerNº 004

Geflügelt ist das Glück und schwer zu binden, nur in verschloßner Lade wird's bewahrt; das Schweigen ist zum Hüter ihm gesetzt, und rasch entfliegt es, wenn Geschwätzigkeit voreilig wagt, die Decke zu erheben.

Mittel · Nachdenklich
Friedrich von SchillerNº 005

Zur Geburtstagsfeier Feierlich empfangen wir die Sonne, Mit der Freude herzlichem Gesang, Wo des jungen Lebens Frühlingswonne Einst auf deine Wiege niedersank: Sieh! wir bringen mit gerührtem Herzen Dir, o Vater! diese Blumen dar. Winde, Vater! unter frohen Scherzen Sie dir lächelnd in das Silberhaar! Denn der Gute, der des Schönen Pflanze Früh schon in dem reinen Busen nährt, Welcher nach der Tugend heil’gem Kranze Ringt – er ist der Freudenthräne werth. –

Lang · Feierlich
Friedrich von SchillerNº 006

Des Menschen Wille, das ist sein Glück.

Kurz · Nachdenklich
Friedrich von SchillerNº 007

In der Ehe muss man einen unaufhörlichen Kampf gegen ein Ungeheuer führen, das alles verschlingt: die Gewohnheit.

Mittel · Nachdenklich
Friedrich von SchillerNº 008

Denn wo das Strenge mit dem Zarten, Wo Starkes sich und Mildes paarten, Da gibt es einen guten Klang. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

Mittel · Feierlich
Friedrich von SchillerNº 009

Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar.

Kurz · Herzlich
Friedrich von SchillerNº 010

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.

Kurz · Nachdenklich
Friedrich von SchillerNº 011

Wünschen kann ich Euch nichts mehr. Jetzt habt Ihr ja Alles. Euer Glück zu vergrößern, müßte der Himmel Eure Sterblichkeit aufheben.

Mittel · Herzlich
Friedrich von SchillerNº 012

Denn wo das Strenge mit dem Zarten, wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet!

Mittel · Feierlich
Friedrich von SchillerNº 013

O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit! Das Auge sieht den Himmel offen, es schwelgt das Herz in Seligkeit. Oh, daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der jungen Liebe!

Mittel · Herzlich
Friedrich von SchillerNº 014

Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe.

Kurz · Herzlich
Friedrich von SchillerNº 015

Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.

Kurz · Tröstend
Friedrich von SchillerNº 017

Der bess're Mensch tritt in die Welt mit fröhlichem Vertrauen, er glaubt, was ihm die Seele schwellt, auch ausser sich zu schauen, und weiht, von edlem Eifer warm, der Wahrheit seinen treuen Arm. Doch alles ist so klein so eng, hat er es erst erfahren, da sucht er in dem Weltgedräng sich selbst nur zu bewahren, das Herz in kalter stolzer Ruh schliesst endlich sich der Liebe zu. Sie geben, ach! nicht immer Glut,der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut nicht mit dem Herzen zahlen! Drum paart, zu eurem schönsten Glück mit Schwärmers Ernst des Weltmanns Blick.

Lang · Nachdenklich
Friedrich von SchillerNº 018

Ihm ruhen noch im Zeitschoße die schweren und die heitren Lose. Der Mutterliebe zarte Sorgen bewachen seinen goldenen Morgen.

Mittel · Feierlich