Ich bringe nichts als ein Gedicht zu Deines Tages Feier; denn alles, wie die Mutter spricht, ist so entsetzlich teuer.
Friedrich von Schiller.
Es haben alle Dich so gern, die Alten und die Jungen, und Deinen lieben, braven Herrn ist alles wohl gelungen.
Sag selbst, was ich dir wünschen soll, ich weiß nichts zu erdenken. Du hast ja Küch' und Keller voll, nichts fehlt in deinen Schränken.
Geflügelt ist das Glück und schwer zu binden, nur in verschloßner Lade wird's bewahrt; das Schweigen ist zum Hüter ihm gesetzt, und rasch entfliegt es, wenn Geschwätzigkeit voreilig wagt, die Decke zu erheben.
Zur Geburtstagsfeier Feierlich empfangen wir die Sonne, Mit der Freude herzlichem Gesang, Wo des jungen Lebens Frühlingswonne Einst auf deine Wiege niedersank: Sieh! wir bringen mit gerührtem Herzen Dir, o Vater! diese Blumen dar. Winde, Vater! unter frohen Scherzen Sie dir lächelnd in das Silberhaar! Denn der Gute, der des Schönen Pflanze Früh schon in dem reinen Busen nährt, Welcher nach der Tugend heil’gem Kranze Ringt – er ist der Freudenthräne werth. –
Des Menschen Wille, das ist sein Glück.
In der Ehe muss man einen unaufhörlichen Kampf gegen ein Ungeheuer führen, das alles verschlingt: die Gewohnheit.
Denn wo das Strenge mit dem Zarten, Wo Starkes sich und Mildes paarten, Da gibt es einen guten Klang. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Wünschen kann ich Euch nichts mehr. Jetzt habt Ihr ja Alles. Euer Glück zu vergrößern, müßte der Himmel Eure Sterblichkeit aufheben.
Denn wo das Strenge mit dem Zarten, wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet!
O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit! Das Auge sieht den Himmel offen, es schwelgt das Herz in Seligkeit. Oh, daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der jungen Liebe!
Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe.
Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.
Dem Mutigen hilft Gott.
Der bess're Mensch tritt in die Welt mit fröhlichem Vertrauen, er glaubt, was ihm die Seele schwellt, auch ausser sich zu schauen, und weiht, von edlem Eifer warm, der Wahrheit seinen treuen Arm. Doch alles ist so klein so eng, hat er es erst erfahren, da sucht er in dem Weltgedräng sich selbst nur zu bewahren, das Herz in kalter stolzer Ruh schliesst endlich sich der Liebe zu. Sie geben, ach! nicht immer Glut,der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut nicht mit dem Herzen zahlen! Drum paart, zu eurem schönsten Glück mit Schwärmers Ernst des Weltmanns Blick.
Ihm ruhen noch im Zeitschoße die schweren und die heitren Lose. Der Mutterliebe zarte Sorgen bewachen seinen goldenen Morgen.