Das selbe Leben, welches seine Spitze im Alter hat, hat auch seine Spitze in der Weisheit, in jenem milden Sonnenglanz einer beständigen geistigen Freudigkeit; beiden, dem Alter und der Weisheit, begegnest du auf einem Bergrücken des Lebens, so wollte es die Natur.
Friedrich Nietzsche.
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.
Ist das Leben nicht hundertmal zu kurz für Langeweile?
Heimkehr Das war ein Tag der Schmerzen, Als ich einst Abschied nahm; Noch bänger war's dem Herzen, Als ich nun wiederkam. Der ganzen Wandrung Hoffen Vernichtet mit einem Schlag! O unglücksel'ge Stunde! O unheilvoller Tag! Ich habe viel geweinet Auf meines Vaters Grab, Und manche bittre Träne Fiel auf die Gruft herab. Mir ward so öd' und traurig Im teurem Vaterhaus, So daß ich oft bin gangen Zum düstern Wald hinaus. In seinen Schattenräumen Vergaß ich allen Schmerz; Es kam in stillen Träumen Der Friede in mein Herz. Der Jugend Blütenwonne, Rosen und Lerchenschlag Erschien mir wenn ich schlummernd Im Schatten der Eichen lag.
Von dem, was du erkennen und messen willst, mußt du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.
Die größten Ereignisse - das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.
Du bist zu schnell gerannt für das Glück. Jetzt, wo du müde bist, holt dich das Glück ein.
Seit ich des Suchens müde ward, Erlernte ich das Finden. Seit mir ein Wind hielt Widerpart, Segl’ ich mit allen Winden.
Nicht der Mangel an Liebe, sondern der Mangel an Freundschaft macht die unglücklichsten Ehen.
Meister und Schüler - Zur Humanität eines Meisters gehört, seine Schüler vor sich zu warnen.
Wenn zwei sich ewige Treue schwören, dann weiß man, dass sie ewig zusammengehören.
Um den vollen Wert des Glücks zu erfahren, brauchen wir jemand, um es mit ihm zu teilen.
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
Ehe: So heiße ich den Willen zu zweien, das Eine zu schaffen, das mehr ist, als die es schufen.
Wünschen ist ein Anzeichen von Genesung oder Besserung.
Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.
Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit.
Man soll von sich nichts wollen, was man nicht kann.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.
Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf! Dazu helfe dir der Garten der Ehe! Einen höheren Leib sollst du schaffen, eine erste Bewegung, ein aus sich rollendes Rad, — einen Schaffenden sollst du schaffen.