Ach Gott, wie weh tut Scheiden! Hat mir mein Herz verwundt. Ach, Scheiden, ach, ach! Wer hat doch das Scheiden erdacht. Das hat mein jung Herzelein So frühzeitig traurig gemacht. Morgen muß ich fort von hier Und muß Abschied nehmen.
Clemens Brentano.
Vergiß mein nicht! du treues Herz, Bleib treu mir in der Ferne, Ohn' dich ist alle Freude Schmerz, Ohn' dich sind dunkel die Sterne.
Kein Sternchen mehr funkelt, Tief nächtlich umdunkelt Lag Erde so bang; Rang seufzend mit Klagen Nach leuchtenden Tagen, Ach! harren ist lang. Als plötzlich erschlossen, Vom Glänze durchgossen, Der Himmel erglüht; Es sangen die Chöre: Gott Preis und Gott Ehre! Erlösung erblüht. Es sangen die Chöre: Den Höhen sei Ehre, Dem Vater sei Preis, Und Frieden hienieden, Ja Frieden, ja Frieden Dem ganzen Erdkreis! Wir waren verloren, Nun ist uns geboren, Was Gott uns verhieß, Ein Kindlein zum Lieben, Und nie zu betrüben, Ach, Lieb ist ja süß! O segne die Zungen, Die mit mir gesungen, Du himmlisches Kind! Und laß dir das Lallen Der Kinder gefallen, So lieblich und lind. O Friede dem Zorne, O Röschen, dem Dorne So lieblich erblüht; Süß lallende Lippe Des Kinds in der Krippe, Dir gleicht wohl dies Lied.
Welch Geheimnis ist ein Kind! Gott ist auch ein Kind gewesen. Weil wir Kinder Gottes sind, kam ein Kind, uns zu erlösen. Welch Geheimnis ist ein Kind! Wer dies einmal je empfunden, ist den Kindern überall durch das Jesuskind verbunden.
Leben lebt allein durch die Liebe.
Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
An dem Feuer saß das Kind, Amor, Amor, Und war blind; Mit dem kleinen Flügel fächelt In die Flamme er und lächelt, Fächle, lächle, schlaues Kind! Ach, der Flügel brennt dem Kind, Amor, Amor Läuft geschwind! »O, wie mich die Glut durchpeinet!« Flügelschlagend laut er weinet, In der Hirtin Schoß entrinnt Hülfeschreind das schlaue Kind. Und die Hirtin hilft dem Kind Amor, Amor, Bös und blind. Hirtin, sieh, dein Herz entbrennet, Hast den Schelm du nicht gekennet? Sieh, die Flamme wächst geschwind, Hüt' dich vor dem schlauen Kind!
Es sang vor langen Jahren Wohl auch die Nachtigall, Das war wohl süßer Schall, Da wir zusammen waren. Ich sing und kann nicht weinen Und spinne so allein Den Faden klar und rein Solang der Mond wird scheinen. Das wir zusammen waren Da sang die Nachtigall, Nun mahnet mir ihr Schall, Dass du von mir gefahren. So oft der Mond mag scheinen, Denk ich wohl dein allein, Mein Herz ist klar und rein, Gott wolle uns vereinen. Seit du von mir gefahren, Singt stets die Nachtigall, Ich denk bei ihrem Schall, Wie wir zusammen waren. Gott wolle uns vereinen, Hier spinn ich so allein, Der Mond scheint klar und rein, Ich sing und möchte weinen!
Adam und Eva haben's Lieben erdacht, ich und mein Schätzle haben's auch so gemacht.