Geburtstagswünsche


Oft wollen wir einer geliebten Person mehr wünschen, als "Happy Birthday". Es sollen die richtigen und passenden Worte sein, die all unsere Zuneigung, Freundschaft und Glückwünsche ausdrückt. Solche Geburtstagswünsche sind gar nicht leicht zu formulieren. Abhilfe schafft da unser gut sortiertes Repertoire der besten und schönsten Geburtstagsglückwünsche. Suchen Sie sich einen Spruch oder Gedicht oder Glückwunsch aus, veredeln Sie ihn mit ein paar ganz persönlichen Geburtstagswünschen und schon haben Sie die perfekten Geburtstagsglückwünsche für ihre Karte.

Samuel Butler
Geburtstage sind die Tage,
an denen man das, was war, betrachtet,
das, was ist, bewertet,
und das, was sein wird,
voller guter Hoffnung erwartet.

Bob Hope
Du wirst alt, wenn die Kerzen mehr kosten als der Geburtstagskuchen.

Volksgut
Heut' zu diesem lieben Feste
wünsch' ich dir das Allerbeste!
Glück, Gesundheit, langes Leben
möge Gott dir geben.

Johann Wolfgang von Goethe
Der Strauß, den ich gepflücket,
Grüße dich vieltausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
Ach, wohl eintausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
Wie hunderttausendmal!

Erich Kästner
Irrtümer haben ihren Wert;
jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika.

Volksgut
Lebe glücklich, lebe heiter,
lebe in Gesundheit weiter,
lebe viele Jahre noch,
liebe(r) ... , lebe hoch!

Eduard Mörike
Nicht lange will ich meine Wünsche wählen,
bescheiden wünsch ich zweierlei:
Noch fünfzig solcher Tage sollst du zählen,
und allemal sei ich dabei.

Geburtstagswünsche ... "...erfreuen jeden. Der Geburtstag an sich ist schon ein Grund zur Freude und wird daher gebührend gefeiert. Da sind Geburtstagswünsche gern gesehene Gäste. Die ausgesprochenen Glückwünsche können gerade bei runden Geburtstagen von den klassischen, kurzen Wünschen à la „Alles Gute“ variieren. Man möchte in die eigenen Geburtstagswünsche viel hinein interpretieren und dem Geburtstagskind, egal ob klein ob groß, nur das Beste und Schönste mitgeben. Der Geburtstagswunsch soll außerdem die besondere Beziehung widerspiegeln. Nicht jeder, der etwas verschenkt, besitzt allerdings ein derartiges Fingerspitzengefühl, um all dies in einem einzigen Glückwunsch unterzubringen. Wie gut, dass sich bereits viele Dichter und Denker an diesem Thema versucht haben und es somit eine Vielzahl an Geburtstagswünschen gibt. In unserer Kollektion haben wir die schönsten Geburtstagswünsche zusammengetragen und für Sie bereitgestellt. So können Sie bequem das Gedicht oder den Spruch heraussuchen, das Ihre persönliche Geburtstagswünsche vervollständigen und transportieren soll."

Francois Rabelais
Man braucht im Leben nicht nur Geld allein,
man braucht auch Liebe, Freude, Glück -
von allem wünsche ich dir ein Stück.

Volksgut
Ich wünsche dir mit Hand und Mund
und aus tiefstem Herzensgrund:
Sei glücklich ..., immerdar
im neu begonn'nen Lebensjahr.

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Johann Wolfgang von Goethe
Dem schönen Tag sei es geschrieben!
Oft glänze dir sein heiteres Licht.
Uns hörest du nicht auf zu lieben,
Doch bitten wir: Vergiss uns nicht.

Friedrich Morgenroth
Meine kurzen Wünsche sind
eine gute Sache
heute fürs Geburtstagskind:
Lebe! Liebe! Lache!

Theodor Fontane
Kummer, sei lahm!
Sorge, sei blind!
Es lebe das Geburtstagskind!

Volksgut
Auf deiner Lebensleiter
kletterst du heute eine Sprosse weiter.
Gesundheit und Zufriedenheit
sollen dir kommen entgegen
auf allen deinen Wegen.

Frank von Schillerberg-Gosheim
Du hast die Welt bereichert mit deiner Existenz.
Ich wünsch dir, dass du weiterhin
beschwingt durchs Leben rennst.

Geburtstagswünsche ... "An einem Geburtstag sind natürlich nicht nur die Geburtstagswünsche an sich wichtig, sondern auch wie man sie verschenkt. Klassisch stehen die Geburtstagswünsche auf einer Karte, aber an sich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bei kleineren Geburtstagskindern werden Geburtstagswünsche häufig gesungen, in Form eines Geburtstagsliedes. Karten gibt es dann eigentlich nicht. Besonders nicht, wenn das Geburtstagskind noch nicht lesen kann. Über gesungene Geburtstagswünsche freuen sich allerdings auch sehr die bereits älteren Geburtstagskinder, besonders Großeltern. Generell überwiegt aber die traditionelle Geburtstagskarte. Es gibt aber auch witzigere Ideen, wie man Geburtstagswünsche überbringen kann. Das können Ballons voller Konfetti und Wortfetzen sein, die zusammen einen Glückwunsch ergeben, oder es kann ein am Morgen mit Luftschlangen geschmücktes Auto sein. Beim Überbringen der Geburtstagswünsche ist der eigene Einfallsreichtum gefragt. Dabei gilt immer, dass man sich überlegen sollte, was dem Jubilaren gefallen würde. Dann kann nichts schief gehen und die Überraschung und Freude sind garantiert!"
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Wolf Dietrich
Dein Geburtstag ist ein herrlicher Tag,
heut scheint für uns die Sonne so wie ich es mag.

Friedrich Schiller
Alles wiederholt sich nur im Leben,
Ewig jung ist nur die Phantasie;
Was sich nie und nirgends hat begeben,
das allein veraltet nie!

Jole von Weißenberg
Stör' dich nicht an einer Zahl!
Gib weiter Gas und mach’s noch mal!

Frank von Schillerberg-Gosheim
Weil du heut Geburtstag hast,
bin ich in allergrößter Hast.
Denn ich hab noch kein Geschenk,
außer dass ich an dich denk.

Wolf Dietrich
Jünger werden wir alle nicht,
Falten zieren das Gesicht.
Doch das Alter macht auch weise:
Sie geht weiter, deine Reise!

Frank von Schillerberg-Gosheim
Gerne geb ich mir den Rest,
An deinem großen Wiegenfest!

Friedrich von Schiller
Ich bringe nichts als ein Gedicht
zu Deines Tages Feier;
denn alles, wie die Mutter spricht,
ist so entsetzlich teuer.

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Seit wann werden Geburtstage gefeiert?


Nach heutigem Wissen nutzte der Mensch bereits vor 2,6 Millionen Jahren Steinwerkzeuge, war also bereits in der Lage, komplexe Inhalte zu erfassen. Die Herstellung eines Werkzeuges für einen oder mehrere Zwecke erfordert ein abstraktes, vorausschauendes Denken. Es ist also vorstellbar, das die Geburt eines Kindes schon zu dieser Zeit unter Umständen ein Grund war, die Eltern dazu zu beglückwünschen, es besteht hierzu jedoch keinerlei Nachweis. Aber es konnte nachgewiesen werden, das schon die Menschen der Altsteinzeit bestimmte natürliche Ereignisse, die sich regelmäßig wiederholten, bewusst wahrnahmen und dazu kultische Zeremonien veranstalteten und sogar Bauwerke errichteten. Stonehenge in England ist ein solches, wenn auch jüngeres Bauwerk, mit dem vermutlich die Sommersonnenwende gefeiert wurde. Es waren die ersten Schritte zu einem Kalender, in dem sich wiederkehrende Tage aufzeichnen ließen. Bis dahin dauerte es jedoch noch einige Zeit.

Die Babylonier waren vermutlich die erste Hochkultur, die vor rund 4000 Jahren einen Kalender einführten, der einen siebentägigen Wochenzyklus beinhaltete und der es damit erlaubte, einzelne Kalendertage genau zu markieren und die an diesen Tagen stattfindenden Ereignisse wie die Geburt eines Kindes zu datieren. Die Ägypter waren noch etwas genauer und unterteilten erstmals das Jahr in 365 Tage und sie waren es auch, die den alle vier Jahre notwendigen Schalttag einführten. Die Ägypter hatten schon vor tausenden von Jahren eine systematische Bürokratie aufgebaut und der Nachwelt zahlreiche Aufzeichnungen hinterlassen, unter anderem auch über die Ausrichtungen von Geburtstagsfeiern zu Ehren des Pharaos. Im Land der Pharaonen wurden also nachweisbar Geburtstage gefeiert und sicherlich auch Glückwünsche und Geschenke überbracht. Auch die Griechen und Römer der Antike, die den ägyptischen Kalender übernahmen, feierten Geburtstage, wobei in ihren Kulten nicht die Person im Mittelpunkt stand, sondern dessen Schutzgeister. Gleichermaßen verstärkte sich bei den Griechen der Einfluss der Sterne und deren Konstellation auf das Datum der Geburt, obwohl die Astrologie schon bei den Ägyptern bekannt war. Allerdings darf die damalige Sterndeutung nicht mit der heutigen astrologischen Sicht der Dinge gleichgesetzt werden.

Der aus dem Judentum entstandene christliche Glaube des 1. Jahrhunderts v. Chr., der für die westlichen Kulturen prägend werden sollte, sah ursprünglich in der Geburt eines Menschen kein besonderes Ereignis und auch die Geburt Jesu am 24. auf den 25. Dezember war ein Datum, das erst rund 340 Jahre danach von einem christlichen Römer festgelegt wurde. Die Urchristen kannten den Geburtstag Jesus nicht. Aus dem 4. und 5. Jahrhundert sind auch die ersten christlichen Geburtstagsfeiern überliefert, allerdings hauptsächlich bezogen auf weltliche Herrscher. Sowohl Protestanten wie Katholiken feierten bis in das 19. Jahrhundert vorzugsweise den Namenstag einer Person.

Wie wurden und werden Geburtstagskinder beglückwünscht?


Da im geschichtlichen Ursprung der Geburtstag eines Menschen überwiegend nur dann festgehalten wurde, wenn es sich um eine wichtige Persönlichkeit gehandelt hat, waren die an ihn oder sie überbrachten Glückwünsche abhängig vom Status des Überbringers im Verhältnis zum Geburtstagskind. Daran hat sich im Grunde bis heute nicht viel geändert. Inhaltlich variierten die Geburtstagswünsche folglich von Ehrerbietungsbezeugungen über Ratschläge und Weisheiten bis hin zum einfachen Wunsch auf ein weiteres glückliches Leben. Da sich im Christentum der Geburtstag erst etwa ab dem 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden und festlich zu begehenden Tag ausbildete, sind entsprechend bekannte Glückwünsche auch kaum älter. Die wenigen bekannten Ausnahmen davon stammen aus der sogenannten griechischen Anthologie, wobei es sich um Gedichte griechischer Autoren handelt, die zu ihrer Zeit, um das 1. Jahrhundert, in Rom lebten. Hierin finden sich tatsächlich Geburtstagswünsche und Geburtstagsgedichte wie die von Antipatros oder Krinagoras. Eines dieser Gedichte beziehungsweise ein Epigramm wurde bereits im Jahr 1786 durch Johann Gottfried Herder übersetzt, wobei der ursprüngliche Autor nicht angegeben ist:

„Die Wünsche des Lebens.

Gesundheit ist dem sterblichen Mann
Das Erste; das Zweite Wohlgestalt;
Das Dritte Reichthum ohne Betrug;
Das Vierte, mit seinen Geliebten sich jung erfreun.“

Das ist ein Glückwunschgedicht, das sich ein Geburtstagskind inhaltlich wohl kaum besser wünschen kann, ob nun ein Römer oder Grieche des Altertums oder ein Mensch der Neuzeit. Natürlich haben sich die Dichter und Autoren vor allem ab dem 18. Jahrhundert und verstärkt im 19. Jahrhundert über Glückwünsche zum Geburtstag ihre Gedanken gemacht, da es zu dieser Zeit wieder hoffähig wurde, einen Geburtstag festlich zu begehen, während sich etwa noch im 17. Jahrhundert so gut wie nichts zu Geburtstagen findet. Selbst der geniale Vielschreiber William Shakespeare, 1564-1616, äußert sich in seinen Versen in keiner Weise direkt zum Geburtsfest, wohl aber zum Umstand des Älterwerdens, was ja nicht selten ein Bestandteil von Geburtstagswünschen ist. So etwa dieser humorige Satz:

„Was die Zeit dem Menschen an Haar entzieht,
ersetzt sie ihm an Witz.“

Mark Twain, der Autor der Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, war ebenso als scharfer Satiriker bekannt und schrieb um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert diese eher allgemeine Weisheit für Geburtstagskinder älteren Semesters:

„Vor allem meide man das Lesen von Gesundheitsbüchern. Der kleinste Druckfehler kann Dein Tod sein.“

In Deutschland finden sich ab dem 19. Jahrhundert zahlreiche Geburtstagswünsche bekannter Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane, Hoffmann von Fallersleben, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Friedrich Schiller oder Joachim Ringelnatz. Nicht zu vergessen dass deutsche Pedant zu Mark Twain, Wilhelm Busch, der zu Geburtstagen so manch treffenden Vers erdichtete, so wie dieser:

„Drei alte Tanten

Die erste alte Tante sprach: "Wir müssen nun auch dran denken,
was wir zu ihrem Geburtstag dem guten Sophiechen schenken."
Darauf die zweite Tante kühn: "Ich schlage vor, wir entscheiden
uns für ein Kleid in Erbsengrün, das mag Sophiechen nicht leiden.
"Der dritten Tante war das recht: "Ja", sprach sie, "mit gelben Ranken!
Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht und muß sich auch noch bedanken."

Bei heutigen Glückwünschen werden vor allem in der schriftlichen Form, als Glückwunschkarte, gerne die Verse berühmter Autoren übernommen, wobei das Alter der Original-Texte kaum eine Rolle spielt, da sie den modernen Grammatik-Regeln angepasst sind. Jüngere pflegen nicht selten einen etwas rüderen Umgangston, der vor allem meist witzige Sprüche beinhaltet. Dabei bestehen fast keine Tabus, wie folgender Spruch belegt:

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Denk dran, heute gibt es keinen Sex.
Du brauchst Deine ganze Energie um die Kerzen auszublasen.“

Überwiegend bleibt aber auch in der modernen Versform zu Geburtstagswünschen der Inhalt auf ein langes und glückliches Leben ausgerichtet, das dem Geburtstag noch folgen soll.

Was sind besonders kreative Ideen?


Mit viel Geld können natürlich jede Menge kreative und beeindruckende Geburtstagswünsche realisiert werden. So etwa indem der Geburtstagsgruß an den Himmel geschrieben oder der Glückwunsch von einem Prominenten vorgetragen wird. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann aus der Prominentenriege praktisch jede beliebige Person buchen, wobei natürlich der Preis mit dem Bekanntheitsgrad steigt. So verlangen etwa die Rolling Stones für 1,5 Stunden auf einer privaten Geburtstagsfeier rund 4 Millionen Euro, da dürfte ein von Mick Jagger vorgetragenes Geburtstagsgedicht vermutlich mit drin sein.

Aber solcher Art kreativer Ideen zum Geburtstag bleibt den meisten Menschen versagt und wahre Kreativität zeigt sich so oder so darin, aus nichts oder wenig etwas zu zaubern. In Bezug auf Geburtstagswünsche sind dies Verse, die das Geburtstagskind berühren, egal ob der Absender tausende Kilometer entfernt oder direkt vor ihr oder ihm steht. Allerdings sind kreative Geburtstagswünsche immer dann sehr erfolgreich, wenn der Absender aus irgendwelchen Gründen durch Abwesenheit glänzt. Dann muss der Vers oder das Gedicht zumindest teilweise stellvertretend einspringen und je besser der Geburtstagswunsch die beiderseitige Gefühlsebene berührt, desto mehr freut sich der oder die beglückwünschte. Die gilt im Übrigen auch für die Einladungskarten. Auch hier bringt Sie Kreativität ganz weit nach vorne, sofern auch diese dazu passend ist. Eine gut sortierte Auswahl von Einladungskarten finden Sie beispielsweise hier.

Ein Beispiel dafür, das sich zudem mit modernen Kommunikationsmitteln kombiniert, ist folgender Geburtstagsspruch:

„Ich wollte dir zu deinem Geburtstag etwas
einzigartiges, grandioses, umwerfendes
schicken, aber egal wie ich es
anstelle, ich passe einfach nicht aufs Display!
Alles Gute“

Gerade kürzere Verse sind für SMS, E-Mail oder Social Media bestens geeignet und verlangen einiges an Kreativität, um den persönlichen Gefühlen auch Ausdruck zu geben. So wie dieser Geburtstagsglückwunsch:

„Coole Sprüche hast Du gern, sollst sie heute von uns hör’n. Happy Birthday, alter Schwede, dass Du älter wirst, ist nur Gerede. Waschbrettbauch und volles Haar, noch ist alles da! Drum wollen wir heute fröhlich sein, morgen kann das anders sein.“

Die Spitze der Kreativität sind natürlich Verse und Reime, die direkte Bezugspunkte zum Geburtstagskind besitzen und eventuell auf dessen Charakter eingehen. Das wiederum benötigt jedoch Zeit zum Schreiben. Vorlagen, die sich entsprechend umgestalten lassen, finden sich im Internet zuhauf.

Was ist gerade modern?


Das World Wide Web gibt dem Menschen eine unglaubliche Fülle an Informationen an die Hand und dies zu jeder beliebigen Zeit. Darum ist das digitale Zeitalter zugleich ein Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gemeinsam anwesend sind. Von einer wirklich bestehenden Modernität kann eigentlich nicht mehr gesprochen werden, es sei denn in Bezug auf den schnellen Produktwechsel in fast jedem Bereich. Was heute als modern propagiert wird, erscheint morgen schon veraltet und was gestern noch zum alten Eisen gehörte, kann heute wieder modern sein. Der Mensch hat zugriff auf Informationen aus tausenden von Jahren, darum sind klassische Geburtstagswünsche genauso modern wie coole Sprüche.

Eben dieser schnelle Zugriff auf Informationen kann aber auch dazu genutzt werden, den üblichen Geburtstagswunsch in eine persönliche Nachricht umzuwandeln und dies mit dem einfachen Mittel der Statistik. So lässt sich heute relativ leicht feststellen, wie viele Menschen am selben Tag Geburtstag haben, zumindest in einem Land mit funktionierendem Geburtenregister. Diese meist sehr hohe Zahl lässt sich dann dazu nutzen, diesen einen Geburtstag hervorzuheben, etwa so:

„Du musst wirklich
was besonderes sein!
Heute haben 18.907.643
Menschen Geburtstag,
aber ich habe nur an
dich gedacht.“

Die verwendete Zahl könnte natürlich auch fiktiv sein, neugierige Geburtstagskinder könnten es jedoch leicht überprüfen und wer lügt schon gerne in einem Geburtstagsgruß?

Wie findet man die richtigen Glückwünsche?

Es bestehen zahlreiche Geburtstagsglückwünsche, die so allgemein gehalten sind, dass sie immer passen, aber meist den persönlichen Bezug vermissen lassen. Dem wirklich passenden Glückwunsch liegen zum einen Fakten wie das tatsächliche Alter und Wissen um die Vorlieben, Hobbys, Stärken und Schwächen des Geburtstagskindes zugrunde. Wenn schon nicht alle Daten, so zumindest einige, wie es von guten Freunden auch erwartet werden kann. Danach sollte sich die Suche nach dem richtigen Glückwunsch ausrichten. Runde Geburtstage sind hierbei am einfachsten, denn dazu bestehen unzählige Vorlagen, gleich ob das Geburtstagskind nun 10 oder 60 Jahre wurde, und sich die Vorlieben je nach Altersgruppe ähneln. Der Zehnjährige will möglichst schnell 15 werden, der 60-Jährige möglichst schnell und für den Rest des Lebens auf die Bahamas oder ähnlich angenehme Orte. Danach können sich Geburtstagsglückwünsche ausrichten, denn nach wie vor ist es wichtig, im Glückwunsch die Zukunft mit einzubeziehen.

Andere Länder, andere Sitten


Die Quelle für einen gelungenen Geburtstagsglückwunsch können auch die Sitten und Bräuche anderer Länder sein, wenn sie sich denn umsetzen lassen.

Eine besonders hübsche Sitte entstammt dem afrikanischen Volk der Zulus, die aus bestimmten Anlässen kleine Amulette aus bunten Perlen überreichen, wobei jede Farbe ein bestimmtes Gefühl ausdrückt. So steht Beispielsweise Weiß für Liebe und Hoffnung, Schwarz hingegen für Sehnsucht. Ein hübsches Geschenk und gleichzeitig eine Botschaft zum Geburtstag.

In Dänemark bezeichnet eine im Fenster befestigte Landesflagge nicht etwa einen ausgeprägten Nationalstolz, sondern das im Haus Geburtstag gefeiert wird.

In England wurden früher Münzen und Fingerhüte in den Geburtstagskuchen eingebacken, wobei der Finder der Münze Reichtum im späteren Leben erwarten durfte, der Finder des Fingerhuts hingegen unverheiratet bleiben sollte.

Die Piñata ist ein Brauch in Mexiko zu Kindergeburtstagen, bei dem eine Pappmaschee-Figur mit Süßigkeiten gefüllt und von den Kindern während der Feier zerschlagen wird.

Auch in Deutschland finden sich regionale Besonderheiten im Bezug auf Geburtstagsfeierlichkeiten, deren Inhalte durchaus für Glückwünsche dienen können.

Der berühmte „Milchbubi“ ist ein friesischer Brauch zum 14. Geburtstag, bei dem das Kind mit Milch übergossen wird. Am 16. Geburtstag ist es dann Mehl und zum 18. sind es rohe Eier. Die Geburtstagskinder können von Glück sagen, das nicht alles gleichzeitig geschieht.

In einigen Gegenden Deutschlands besteht zudem der Brauch, dass unverheiratete Männer an ihrem 40. Geburtstag rückwärts auf einem Esel sitzend einmal durch die Gemeinde reiten sollen. Woher dieser Brauch kommt, liegt im Dunkel der Geschichte und der Grund dafür ist vermutlich Auslegungssache. Die Frauen rächen sich vielleicht, weil er noch nicht den Bund der Ehe eingegangen ist. Ähnlich, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen, könnte dies auch für die bereits verheirateten Männer des Ortes gelten. Ein Spaß ist es auf jeden Fall und genau das soll ein Geburtstag ja auch machen.